Gemeinsamer Meldestandard für den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten

Das Großherzogtum Luxemburg hat mit dem nationalen Gesetz vom 18. Dezember 2015 (Gesetz von 2015) über den automatischen Austausch von Finanzinformationen den neuen OECD-Standard umgesetzt.

In den vergangenen Jahren wurde die Bekämpfung grenzüberschreitender Steuerhinterziehung und Steuerflucht deutlich intensiviert. Der automatische Austausch von Informationen soll der steuerlichen Transparenz auf europäischer wie auch auf internationaler Ebene dienen. Auf internationaler Ebene hat die OECD einen gemeinsamen Meldestandard entwickelt, der allgemein unter dem Namen „Common Reporting Standard“ (nachfolgend „CRS“) bekannt ist. Ziel ist die Anwendung eines gemeinsamen Verfahrens zur weltweiten Meldung von Steuerinformationen.

Die Common Reporting Standards („CRS“) stellen gemeinsame Standards für Sorgfaltspflichten, Berichterstattung und Austausch von Finanzkonten-Informationen auf. Gemäß den CRS werden die derzeit 78 teilnehmenden Länder – darunter Luxemburg – Finanzinformationen jährlich automatisch erhalten und austauschen und zwar in Bezug auf alle von Finanzinstituten auf der Grundlage der gemeinsamen Sorgfaltspflichts- und Berichterstattungsverfahren identifizierten meldepflichtigen Konten. Die Informationen werden der zuständigen luxemburgischen Steuerbehörde, der Administration des Contributions Directes, gemeldet. Diese wiederum übermittelt anschließend die Informationen an die zuständigen Steuerbehörden im Ansässigkeitsstaat der meldepflichtigen Person.

Luxemburg hat die CRS unterzeichnet und wird voraussichtlich ab dem 01. September 2017 den automatischen Informationsaustausch vollziehen, welcher sich auf die Informationen des Steuerjahrs 2016 beziehen wird.

Dementsprechend ist der Investmentfonds und/oder die MainFirst Affiliated Fund Managers S.A. als Verwaltungsgesellschaft verpflichtet, die Sorgfaltspflichts- und Berichterstattungsverfahren nach den CRS zu erfüllen, wie sie im Gesetz von 2015 vorgesehen sind. Anleger können aufgefordert werden, der Gesellschaft zusätzliche Informationen zur Verfügung zu stellen, um die Gesellschaft in die Lage zu versetzen, ihre Verpflichtungen nach den CRS zu erfüllen. Bei Nichtvorlage angeforderter Informationen kann der Investor für Steuern, Geldbußen oder andere Zahlungen in Anspruch genommen werden. Die Gesellschaft kann einem solchen Investor die Anteile am Fonds einziehen, sie auf in freiem Ermessen zu bestimmende Dritte übertragen oder anderweitig beenden bzw. kündigen.

Wir haben die notwendigen Anpassungen insbesondere in den Zeichnungsscheinen und Verkaufsunterlagen vorgenommen, um Sie als unseren Kunden zu informieren und die erforderlichen Unterlagen und Angaben Ihrerseits zu erhalten. Wir empfehlen dennoch, sich bei Fragen mit Ihrem Steuerberater in Verbindung zu setzen und sich umfassend zu informieren.

Alle notwendigen Hintergründe und Informationen finden Sie ferner auf der Webseite der OECD.

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